Architekturbüro Sanwald, Steinheim
Renske und Wolfgang Sanwald
Ingenieurbüro Holz, Heidenheim (Tragwerksplaner); Energiekonzept Novatech Planungsgruppe Gaildorf, (Energiekonzept)
2004
Steinheim
Mit einer klaren Formensprache passt sich das 150 Quadratmeter große Passivhaus seiner reizvollen Umgebung an. Das massiv gebaute Haus orientiert sich mit seiner großflächigen Verglasung zur Streuobstwiese hin. Aus ästhetischen und funktionalen Gründen plante der Architekt das private Wohnhaus für seine Familie ganz aus Beton. Die Bodenplatte aus Stahlbeton sowie die gesamte Wandkonstruktion ließ er mit Transportbeton, die Innenwände in Sichtbetonqualität ausführen. Denn im Innern wünschte er ein "oberflächenfertiges" Baumaterial, das ohne weitere Verarbeitung eine moderne Anmutung bietet und sich gut mit Holz kombinieren lässt.
Die Westfassade erhielt eine passivhaustaugliche Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Dreifachverglasung.
Das zertifizierte Passivhaus in Steinheim überzeugt durch einfache Technik: Es verfügt über eine komfortable Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Damit benötigt das Passivhaus rund 70 bis 80% weniger Heizenergie als ein nach EnEV-Vorgaben neu erbautes Wohnhaus.
Dank integrierter Planung sparte der Architekt mit den glatt geschalten und anschließend lediglich grundierten Sichtbetonbauteilen erhebliche Kosten bei den Ausbaugewerken ein. Außerdem kommen die monolithischen Wände der Passivhausbauweise entgegen. So sind das hohe Wärmespeichervolumen und die im Blower-Door-Test nachgewiesene, enorme Luftdichtigkeit Vorteile der gewählten Bauweise.
Um die nur 20 bzw. 15 Zentimeter starken Wände mit liegenden Fensterschlitzen zu realisieren, wurde ein sehr fließfähiger Beton gewählt.
Bildnachweis: Eveline Hohenacker Fotografie, Oberstenfeld (1+2); Architekturbüro Sanwald, Steinheim (3)
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